Archiv für März 2016

Was ist Gewalt? // Feministische und antirassistische Kritik des Pazifismus

about:workshop “Was ist Gewalt?”, danach about:kneipe mit veganer Küche für alle. Mittwoch, 13.04.2016 19h LC36

Anhand verschiedener Definitionsbeispiele und eigener Inputs möchten wir mit euch gemeinsam diskutieren, welche Arten der Gewalt es gibt und welche positive Handlungsmacht individueller und struktureller Gewalt entgegengesetzt werden kann.
Dabei wollen wir vor allem darauf eingehen, welche Aspekte der Gewalt in bürgerlichen Auseinandersetzungen mit dem Thema häufig vernachlässigt werden und darüber sprechen, wie Gewaltvorwürfe dazu dienen können, das Empowerment diskriminierungsbetroffener Menschen zu unterbinden.

about:vortrag „Feministische und antirassistische Perspektiven auf Pazifismus und Militanz“, danach about:kneipe mit veganer Küche für alle. Dienstag, 26.04.2016 19h LC36

Strategiedebatten um Militanz vs. Pazifismus werden in aktivistischen Kreisen seit Jahrzehnten geführt. Wir möchten feministische Kritik an beiden vorstellen. Dabei wird es unter anderem darum gehen, wie Pazifismus als Ideologie dazu dient, Patriarchat, Staat und Rassismus / weiße Vorherrschaft zu erhalten, aber auch um Kritik an der Handlungsweise militanter Bewegungen. Lasst uns gemeinsam diskutieren, wie sich emanzipatorische Inhalte und wirksame Praxis verbinden lassen.

Gegen das Patriarchat – Protest durch direkte Aktionen bestärken!

Das Bündnis zum Weltfrauentag 2016 in Köln hat einen Aufruf zur bundesweiten Demo am 12.03.2016 veröffentlicht. about:fem hat sich entschlossen, den Bündnisaufruf auf reclaimfeminsm.org mit zu unterzeichnen, um sich solidarisch zu zeigen und die Demonstration zu unterstützen. Nachfolgend möchten wir einige Perspektiven ergänzen.

Patriarchale Gewalt fängt nicht erst bei Vergewaltigungen und Misshandlungsbeziehungen an, sondern sie findet ihren absolut entmenschlichenden Höhepunkt darin. Die strukturelle Diskriminierung von FLTI (FrauenLesbenTransInter) und LGBQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle und andere mit queerem Begehren) beginnt aber subtil: Erziehung zu stereotypen binären Geschlechterrollen, männlich-dominantes Redeverhalten, Normierung von Körpern zu verwertbaren Idealen, Zwangsheterosexualität, ungleiche Entlohnung von Erwerbsarbeit, der soziale Zwang zu unentlohnter Reproduktionsarbeit, Pathologisierung von Menschen die bei der Geburt geschlechtlich falsch eingeordnet wurden oder sich dem ihnen zugewiesenen Geschlecht nicht anpassen, Zwangsoperationen bei vollkommen gesunden Inter*-Kindern um sie binären Normen anzupassen und vieles mehr.
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