Archiv für Oktober 2016

Broschüre „Gegen den deutschen Opfermythos“ erschienen!

Das Bündnis NS Verherrlichung Stoppen, dessen Teil wir sind, hat eine Broschüre zur inhaltichen Auseinandersetzung mit der Ideologie hinter dem Trauermarsch in Remagen herausgegeben. In dieser Broschüre wurden verschiedene Kampagnentexte zusammengestellt, um die inhaltliche Kritik am unkritischen Gedenken an gefallene Soldaten und der Verklärung deutscher Täter*innen zu Opfern umfassender darzustellen.

Die Broschüre und alle einzelnen Texte, sowie viele weitere inhaltliche Artikel zur Ideologie der aufmarschierenden Neonazis und weitere Themen können auf frt Website unter dem Punkt Hintergrun eingesehen werden

Broschüre: Gegen den deutschen Opfermythos! [PDF]
Größe: 3,5 MB

Remagen Mobivortrag – Dienstag, 25.10. – 18h im Autonomen Zentrum

Kein rechter Terror nach dem NSU? Einblicke ins Nazi-Netzwerk der Gegenwart und seinen Aufmarsch in Remagen
Vortrag & Diskussion von und mit dem Bündnis „NS Verherrlichung stoppen!“

25.10.2016, 18 Uhr, im Autonomen Zentrum

Ismail Yozgat verlor am 6. April 2006 seinen Sohn. Er starb in seinen Armen – hingerichtet durch ein rechtes Killerkommando. Im Februar 2012 sagte er in Gegenwart von Bundeskanzlerin Angela Merkel: “Unser Vertrauen in die deutsche Justiz ist groß”. Er hat nicht aufgegeben – bis heute.

Der NSU Prozess neigt sich dem Ende zu, aber es gibt mehr Fragen als Antworten. Außer der Bundesanwaltschaft glaubt kein Mensch mehr daran, dass der NSU aus nur 3 Täter*innen bestand. Vielmehr zeigt sich, dass es sich beim NSU um ein Nazi-Netzwerk mit klandestinen Kleingruppen nach Vorbild von Blood and Honour handelt. Lange haben die Nazis über das Konzept des führerlosen Widerstands geschwafelt. Dann setzten sie es menschenverachtend und brutal um, und das mit Rückendeckung der Geheimdienste, mindestens unkontrolliert von der Politik und ungehindert durch die Polizei.

Gruppierungen wie das Aktionsbüro Mittelrhein oder der Nationale Widerstand Dortmund sind zwar immer wieder verboten worden, aber sie gründen kurze Zeit später neue: die Parteien Der Dritte Weg oder Die Rechte sind nur zwei Beispiele. Andere genießen den Kadaverschutz der NPD.

Während der letzten 10 Jahre organisierten genau diese Gruppen einen jährlichen Aufmarsch in Remagen. Sie trauern um deutsche Täter und verhöhnen die Opfer des Nationalsozialismus. Auch sie diskutieren – wie der NSU – über den führerlosen Widerstand und haben eine ähnliche Praxis. Genau diese Akteur*innen des organisierten Rechtsterrorismus wollen am 12. November wieder in Remagen aufmarschieren. Das Bündnis „NS Verherrlichung stoppen!“ organisiert auch für dieses Jahr wieder Gegenproteste.

Diese Veranstaltung hat das Ziel, Rechtsterrorismus zu benennen und die antifaschistischen Proteste in Remagen zu bewerben.

Genug ist Genug!
Dem Naziaufmarsch in Remagen ein Ende setzen

www.remagen.blogsport.de

Genug ist Genug! Dem Naziaufmarsch ein Ende setzen – 12.11.16 Remagen

Am 12. November wollen zum mittlerweile achten Mal in Folge Neonazis aus ganz Deutschland in Remagen aufmarschieren. Wir haben uns dem antifaschistischen Bündnis „NS Verherrlichung Stoppen!“ angeschlossen und rufen mit diesem zusammen zu einer überregionalen, antifaschistischen Demonstration auf, um dem etwas entgegenzusetzen.

In ganz Deutschland gibt es aktuell gewalttätige Hetzjagden und körperliche Angriffe auf Geflüchtete, sowie systematische Brandstiftungen auf ihre Unterkünfte. Hinter diesen stecken nicht nur isolierte Gelegenheitstäter*innen, sondern auch organisierte Rechtsradikale, die sich als Vollstrecker*innen eines rassistischen „Volkswillen“ verstehen. Es muss klargestellt werden: Geflüchtete und ihre Unterkünfte anzugreifen ist Rechtsterrorismus! Der NSU hat nicht zum ersten Mal gezeigt, dass es rechtsterroristische Strukturen in Deutschland gibt, denen wir uns mitsamt ihrer ideologischen Grundlagen entgegenstellen müssen.

Kommt am 12. November zur antifaschistischen Demo und zum kreativen Protest gegen den Naziaufmarsch in Remagen!

Aktuelle Infos findet ihr unter remagen.blogsport.de
Dort könnt ihr auch Mobimaterial bestellen und den Aufruf unterstüzen.

Auch in Köln wird es einen Mobivortrag und einen Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise geben – achtet dafür auf weitere Ankündigungen.

Im Folgenden könnt ihr den kompletten Aufruf lesen:

(mehr…)