Feminismus & Antifa – Vorträge im März

Im März startet unsere Reihe zu Feminismus & Antifa. Es wird wieder spannende Vorträge und Workshops, leckres Essen, sowie Raum für Kennenlernen und Diskussion geben. Wir freuen uns über die Kooperation mit dem Anarchistischen Kollektiv Köln, mit dem wir gemeinsam in der FdA organisiert sind, und dem StaVV der Uni Köln.

Vortrag: Geschlechterkonstruktionen in der Rechten Szene
09.03.18 -Ludolf Camphausen Str. 36 – Einlass 19h

Workshop mit Rachel Spicker: Geschlecht und Antifeminismus als Kitt rechtsextremer und rechtspopulistischer Mobilisierungen
10.03.18 – Luxemburger Str.93 – Beginn 18h30

Der Raum im AZ Köln ist physisch Barrierefrei (Rollstuhlrampe und -WC), die LC36 leider nicht (Stufen am Eingang, schmale Türen, WC im Keller).

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Wir möchten gerne bei allen Veranstaltungen Essen für alle anbieten und können dabei immer gut Unterstützung gebrauchen. Wenn ihr also Interessiert seid, etwas zum Buffet beizutragen oder sonst Ideen habt, wie ihr unsere Veranstaltungen unterstützen möchtet schreibt uns an aboutfem [ät] riseup [dot] net.

Vortrag: Geschlechterkonstruktionen in der Rechten Szene
09.03.18 -Ludolf Camphausen Str. 36 – Einlass 19h

2011 verübte Anders Breivik in Norwegen zwei Anschläge, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen. In seinen Begründungen führte er u.a. an, dass der Fortbestand der „europäischen Zivilisation“ davon abhängen würde, „wie standhaft europäische Männer Widerstand gegen den politisch korrekten Feminismus leisten“. Einige Monate später wurde die Mordserie des NSU einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Als eine von drei HaupttäterInnen steht seit Ende 2012 Beate Zschäpe vor Gericht. In der bundesdeutschen Medienlandschaft wurde sie nicht selten als Mitläuferin und „Nazi-Braut“ betitelt. Die Anschläge von Norwegen und die Mordserie des NSU markieren eine notwendige Debatte.
Regina Wamper diskurtiert in ihrem Vortrag folgende Fragen: Welche Rolle spielt Geschlechterpolitik innerhalb der extremen Rechten? Welche Relevanz hat Antifeminismus? Wie verhält sich die Verhandlung zum Thema Geschlecht zu dem von der extremen Rechten erklärten Ziel der „Volksgemeinschaft“, welche Rolle spielt das Thema für den
Nationalismus, den Rassismus?

Workshop mit Rachel Spicker: Geschlecht und Antifeminismus als Kitt rechtsextremer und rechtspopulistischer Mobilisierungen
10.03.18 – Luxemburger Str.93 – Beginn 18h30

Neben rassistischen, islamfeindlichen, antisemitischen und völkischen Positionen rücken Familien- und Geschlechterpolitiken vermehrt ins Zentrum rechtsextremer,rechtspopulistischer und neurechter Mobilisierungen. Die Bekämpfung von Gleichstellungspolitiken, Feminismus und vielfältigen Lebensentwürfen, die Angriffe auf Frauen- und Geschlechterforschung und die Gleichberechtigung von LSBT*I* gehören nicht nur zu strategischen Handlungsfeldern dieser Akteure. Sie bilden eine zentrale Klammer zwischen Akteuren aus dem Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und der Neuen Rechten und finden Anschlussfähigkeiten in die Gesamtgesellschaft. Frauen erscheinen dabei präsenter und sichtbarer als je zuvor. Gemeinsam wollen wir uns mit den Geschlechterbildern, familien- und geschlechterpolitischen Positionen und den Rollen und Strategien von Frauen in aktuellen Erscheinungsformen auseinandersetzen. Zusätzlich gehen wir der Frage nach, wie eine feministische Positionierung und eine geschlechterreflektierte Perspektive in der Forschung und Präventionsarbeit aussehen kann.
Rachel Spicker arbeitet bei der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amedeu-Antonio-Stiftung.


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